Finanzielle Freiheit

Die drei Hürden um passives Einkommen zu generieren

Heute widme ich mich der Frage was passives Einkommen ist und wie du passives Einkommen generieren kannst. In meinem Artikel Finanzielle Freiheit und der Weg dorthin bin ich das erste Mal auf passives Einkommen eingegangen. Ich bin jedoch eine genaue Erklärung schuldig geblieben. Damals habe ich finanzielle Freiheit wie folgt definiert:

Finanzielle Freiheit bezeichnet den Zustand in dem du alle Ausgaben durch passive Einkommensströme (Mieteinnahmen, Zinsen, Dividenden, etc.) begleichen kannst.

Finanzielle Freiheit und der Weg dorthin

Um finanziell frei zu sein benötigen wir also passives Einkommen, doch was genau bedeutet das? Hier meine Definition:

Passives Einkommen ist jenes Einkommen welches über einen längeren Zeitraum, ohne regelmäßige Investitionen von Zeit oder Geld, Einkünfte erwirtschaftet.

Das bedeutet wir suchen Einkunftsmöglichkeiten durch die wir, über einen längeren Zeitraum, Geld verdienen. Auch dann wenn wir nichts mehr dafür tun. Das ist natürlich eine feine Sache. Doch wo ist dabei der Haken?

Die drei Hürden für passives Einkommen

Solche Einkommensquellen haben üblicherweise mindestens eine der folgenden drei Hürden.

  • Anlagekapital notwendig
  • Hoher initialer Zeitaufwand
  • Besonderes Wissen oder Fähigkeiten als Einstiegshürde

Erst wenn du es schaffst eine oder mehrere dieser Hürden zu nehmen wirst du den Punkt erreich an dem du Geld verdienst ohne weiter dafür arbeiten zu müssen. Um das etwas anschaulicher zu machen hier drei Beispiele durch die du passives Einkommen generieren kannst.

Hürde Anlagekapital: Passives Einkommen durch Immobilien

Ein Klassiker der seit vielen Jahrhunderten funktioniert. Du arbeitest, verdienst Geld und anschließend kaufst du dir Aktien oder eine Immobilie um das Geld. Immobilien sind meist ein sicherer Quell eines regelmäßigen Einkommens. Was du allerdings benötigst ist Startkapital und die passende Immobilie. Egal ob mittels Kredit oder angespart, die Hürde liegt hier ganz klar im Anlagekapital. Der Zeitaufwand für die Suche des richtigen Objekts kann je nach Marktlage mal leichter und mal schwerer sein. Auch ein gewisses Wissen um den Immobilienmarkt wird sicher nicht schaden. Wenn du allerdings eine geeignete Wohnung gefunden hast die du kaufen und vermieten kannst, wirst du ohne viel Zutun regelmäßig die Miete kassieren können.

Besonders interessant werden Immobilien durch die geschickte Nutzung von Krediten als Hebeleffekt oder auch Leverage-Effekt. Vereinfacht ausgedrückt, geht es dabei darum, dass ein Kredit dann sinnvoll sein kann, wenn der zu zahlende Zins geringer ist als der zu erwartende Wertzuwachs. Würdest du also beispielsweise eine Immobilie inklusive aller Nebenkosten um 100.000€ kaufen und damit eine Nettomiete von 7000€ (7%) im Jahr einfahren, wäre das ein gutes Geschäft wenn der Kreditzins sich auf nur 3000€ (3%) beläuft. Mit den restlichen 4000€ kannst du den Kredit zurückzahlen und dir noch ein bisschen Geld auf die Seite legen. Damit liegt dein Vermögenszuwachs bei 4000€ im Jahr.

Hürde Zeit: Ein Buch schreiben für passive Einkommensströme

Das schreiben eines Buchs ist das perfekte Beispiel für eine passive Einkommensquelle welche initial viel Zeit erfordert, nach Fertigstellung allerdings fast von alleine läuft. Wenn du das Buch allerdings erst einmal geschrieben und vermarktet hast, kannst du dich, den Erfolg deines neuen Bestsellers vorausgesetzt, über regelmäßige Tantiemen freuen.

Gerade heutzutage ist das veröffentlichen von Büchern so einfach wie schon lange nicht mehr. Amazon und Co. bieten Autoren viele Möglichkeiten ohne einen großen Verlage Bücher zu publizieren. Sei es als E-Book oder klassisch gedruckt.

Hürde Wissen: Einkommensquelle Stockfotografie

Die Stockfotografie ist ein Beispiel für eine Quelle für die du ein gewisses Talent und Wissen benötigst. Wenn du allerdings gut fotografieren kannst und den Markt verstehst kannst du mit überschaubarem Aufwand, gute Stockfotos vorausgesetzt, regelmäßig Geld verdienen. Um einmal an den Punkt zu kommen, ab dem du damit Geld verdienen kannst ist aber üblicherweise ein längerer Zeitraum in dem du dich intensiv mit der Thematik auseinandersetzt notwendig.

Fazit: Auch passives Einkommen ist Arbeit

Passives Einkommen sollte nicht mit „ohne Arbeit Geld verdienen“ verwechselt werden. Viele Menschen wünschen sich den schnellen Weg zum Reichtum, der jedoch in dieser Form oft unrealistisch ist. Deshalb kursieren im Netz auch unzählige Artikel mit Schlagworten wie „100 Tipps für passives Einkommen“.

Doch ich bin der Meinung, entweder investierst du Geld für das du bereits hart gearbeitet hast, oder du steckst Zeit und Wissen in ein Produkt oder eine Idee welche in Zukunft Geld für dich generieren soll. Passiv Geld zu verdienen ist jedoch notwendig um finanziell frei zu werden. Denn wenn du es verabsäumst dir passives Einkommen aufzubauen wirst du immer für dein Einkommen arbeiten müssen. Die entscheidende Frage sollte daher nicht lauten ob du passives Einkommen aufbauen solltest sondern viel eher wie viele passive Einkommensströme du dir aufbauen kannst und wie viel Geld diese erwirtschaften.

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